Wie erkenne ich, ob ein Anzug richtig passt?

Es gibt viele Kriterien, die einen guten Anzug ausmachen: Das Material, die Verarbeitung, aber vor allem die Passform ist auf den ersten Blick entscheidend. Der teuerste Stoff und die beste Verarbeitung helfen nichts, wenn der Anzug nicht passt, zu eng oder zu groß ist. Bei einem Anzug, der perfekt sitzt, fallen ein weniger teures Material oder maschinelle Verarbeitung nicht so sehr ins Auge. Doch woran erkenne ich, ob ein Anzug gut passt?

Das Sakko

Da ein Anzug Sie von oben bis unten komplett anzieht, gibt es sehr viele Faktoren, die darüber entscheiden, ob Ihnen ein Anzug gut passt. Beginnen wir oben mit dem Sakko. Wichtig ist vor allem der Sitz am Torso – also der Teil des Sakkos, der einer Weste entspricht. Hier muss wirklich alles perfekt sitzen. Ärmel lassen sich leicht kürzen, eventuell sogar ein wenig verlängern.

Die Schulterpartie

Der Sitz eines Sakkos an den Schultern ist das wichtigste Kriterium für eine gute Passform des Anzugs. Nur wenn das Sakko an den Schultern gut sitzt, kommt es in Frage, denn an den Schultern lässt sich ein Sakko nicht ändern.

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Sobald Sie ein Sakko angezogen haben, lässt sich erkennen, ob es zu groß oder zu klein ist. Ragt die Schulterpartie in der Breite sichtbar über Ihre Schultern hinaus, ist das Sakko zu groß. Sind die Schultern des Sakkos schmaler geschnitten, als Ihre tatsächlichen Schultern, so ist das Jackett zu klein.

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Die Hüftpartie

Das Jackett sollte so lang sein, dass es vorne den Reißverschluss der Hose und hinten den Po bedeckt.

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Für mehr Bewegungsfreiheit haben die meisten Sakkos auf der Rückseite einen oder zwei Schlitze von der Taille bis zum Saum. Bei geschlossenem Sakko und im Stehen sollten die Stoffpartien neben dem Schlitz glatt und gerade nach unten fallen und keinesfalls auseinander stehen.

Die Ärmel

Um die korrekte Ärmellänge zu ermitteln, stehen Sie aufrecht und lassen die Arme gerade nach unten hängen. Die Ärmel Ihres Sakkos sollten nun genau am obersten Knöchel Ihres Daumens enden.

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Moderne Sakkoärmel sind oft ein wenig kürzer geschnitten und enden nun kurz unterhalb des Handgelenks, so kommen die Hemdmanschetten besser zur Geltung. Entscheiden Sie selbst, welche Länge Sie bevorzugen oder lassen Sie sich von einem Schneider beraten. Die Ärmellänge ist übrigens leicht geändert – sollte ein Sakko am Körper gut sitzen, die Ärmel aber zu lang sein, so können Sie sie problemlos kürzen lassen.

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Die Brustpartie

Das Sakko sollte Ihren Oberkörper umspielen, es sollte also weder so weit sein, dass man Ihren Oberkörper darunter kaum erahnen kann, noch so eng sein, dass sich Ihr Oberkörper bei jeder Bewegung sichtbar abzeichnet.

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Generell sollte an jeder Stelle Ihres Oberkörpers etwa ein Zentimeter Luft zwischen Hemd und Sakko sein. Ein einfacher Test für den korrekten Sitz des Sakkos: Bei zugeknöpftem Sakko sollten Sie an der Brust die flache Hand unter das Sakko schieben können, ohne dass das Jackett spannt.

Mehr zum Thema Sakko, Einknopf-, Zweiknopf-, Dreiknopf-Sakko finden Sie in unserem Artikel Das perfekte Sakko.

 

Der richtige Sitz im Brustbereich

Die Hose

In den letzten Jahren waren Anzughosen meist eher schmal geschnitten, oft mit nach unten schmal zulaufendem Bein. Auch saßen die Hosen meist eher niedrig auf der Hüfte und hatten eine flache Front.

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Inzwischen kommen auch Bundfalten wieder häufiger vor und Anzughosen sitzen wieder höher, in der Taille. Doch auch Hosen mit weiteren, gerade geschnittenen Beinen und mit Umschlag sind bei Anzügen möglich. Bei diesen Details haben Sie freie Wahl. Einzig eine ordentliche Bügelfalte ist immer Pflicht.

Italienische Anzüge setzen meist auch bei der Hose auf einen schmalen Schnitt, amerikanische Anzüge haben oft eher weit geschnittene Hosen. Achten Sie vor allem auf eine gute Passform am oberen Ende der Hose: Die Hose sollte im Schritt nicht zu leger geschnitten sein, sonst wirkt der Look schnell schlampig. Trotzdem sollte sich ein in die Hose gestecktes Hemd nicht unter dem Hosenstoff abzeichnen und Sie sollten bequem sitzen können.

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Bei schmalen Schnitten sollten die Enden der Hosenbeine Ihre Schuhe berühren, es darf auch eine kleine Stauchfalte in der Front entstehen. Keinesfalls sollten die Hosenbeine aber so lang sein, das mehrere Querfalten am unteren Hosenbein entstehen.

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Bei weiter geschnittenen Hosenbeinen empfiehlt es sich, die Hosenbeine leicht geschrägt zu kürzen. Die vordere Bügelfalte endet dann auf der Schnürung des Schuhs, die hintere Bügelfalte endet knapp oberhalb der Oberkante des Absatzes Ihrer Schuhe. Die Hose ist also hinten etwa zwei Zentimeter länger als vorne. Generell gilt: je weiter das Hosenbein, desto länger sollte es getragen werden, je schmaler, desto kürzer. Kleiner Tipp: Setzen Sie sich, schlagen Sie die Beine übereinander und betrachten Sie Ihre Beine. Wird zwischen Hose und Socken nackte Haut sichtbar, sollten Sie zu längeren Socken, am besten zu Kniestrümpfen greifen. Ein behaartes Männerbein, das unter der Hose hervorblitzt, macht die Eleganz eines jeden Anzugs zunichte.

Die Hose zum Anzug

Die meisten Anzüge werden heute mit unversäumten Hosenbeinen angeboten, die Sie sich nach dem Kauf von einem Schneider nach Ihren Wünschen und nach Maß kürzen lassen.

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Vor dem ersten Tragen Ihres Anzuges sollten Sie zudem unbedingt ein eventuell vorhandenes Label am Ärmel des Anzuges abtrennen sowie die oft zugenähten Taschen und Schlitze am Rücken des Sakkos auftrennen. Nun steht Ihrem perfekten Anzug-Look nichts mehr im Wege.

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