Die Modemacher des 21. Jahrhunderts

Top 10 Modedesigner, die Sie 2018 kennen müssen!

Die Mode ist ein Spiegel unserer Zeit und Designer können diesen Zeitgeist perfekt übersetzten. Damit Sie zukünftig beim Fashion-Talk glänzen können, zeigt MYBESTBRANDS Ihnen die Top 10 Modedesigner, die Sie 2018 kennen müssen.

Wir sind alle ganz verrückt nach Gucci, Burberry, Dior, Chanel und Co., doch genauso interessant wie die Mode sind die Menschen, die hinter den großen Labels stecken. Denn der Designer ist ein wichtiger Teil des Modezyklus, wenn nicht sogar der Entscheidende. Seine Ideen und Visionen prägen eine ganze Saison oder wie im Fall von Mary Quant, die den Minirock erfand oder Diane von Furstenberg, die für das Wickelkleid steht, können Modedesigner eine regelrechte Revolution in der Modewelt auslösen.

Virgil Abloh

Wenn es ein Label gibt, dass 2017 durch und durch gefeiert wurde, dann war/ist das Off-White und sein Designer Virgil Abloh. In der Branche gilt er als der meist beschäftigte Modemacher. Das nicht ohne Grund: Der Amerikaner mit Wurzeln in Ghana ist nicht nur Kopf, Herz und Hand bei Off-White, sondern reist gleichzeitig als DJ um die Welt, ist seit 15 Jahren Creative Director bei Kayne West, Möbel-Designer und will sich in der Künstlerszene einen Namen machen.

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Dabei hat Virgil Ablohs Karriere ganz bodenständig angefangen. Der Kult-Designer hat Bauingenieurswesen und Architektur studiert. Doch Abloh liebt es schnelle Entscheidungen zu treffen und schnelle Ergebnisse seiner Arbeit zu sehen. Das Geheimnis seines Erfolgs ist ganz einfach, er designt keine Stilrichtung, sondern wie er es nennt Lifestyle. Er möchte etwas schaffen, das Sinnbild für eine ganze Kultur ist. Das ist ihm gelungen, denn sein Label steht für herrlich nonchalante Looks, die man direkt auf der Straße wiederfinden kann, veredelt mit Stilelementen aus dem High-End-Bereich. Die Grenzen zum Luxus sind verwischt.

Off-White hat sicherlich noch einige große Momente vor sich, doch Virgil Abloh spielt jetzt schon mit dem Gedanken neue Branchen zu erobern oder etwa ein weiteres großes, jedoch angestaubtes Luxuslabel ins 21. Jahrhundert zu führen.

Demna Gvasalia

Multikulturell, multigender, multisexuell und multisprituell – so ist das Label Vetements. Um das dekonstruktive und provokative Design zu verstehen, muss man den Designer dahinter kennen. Gemna Gvasalia wuchs im Kriegsgebiet der damaligen Sowjetunion auf und musste zusammen mit seiner Familie im Alter von nur 5 Jahren fliehen. Von diesem Moment an wurde er wieder und wieder aus seiner Umgebung gerissen. Das erste Mal „zuhause“ fühlte er sich an der Königlichen Akademie in Antwerpen. Dort studierte er Mode und konnte endlich seinem Herzen folgen.

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die eine Hälfte der Woche steckt er sein Herzblut in das eigene Label und die zweite Hälfte leitet er das Kreativ-Team von Balenciaga. Natürlich ein Kontrast, aber genau das macht Gemna Gvasalia aus. Genauso wie seinem Kollegen Virgil Abloh, gelang es dem Designer den Zeitgeist mit genau dem richtigen Vorsprung in seine Entwürfe aufzunehmen und damit eine neue Ära in der Modewelt einzuleiten.

Christopher Bailey

In jedem Modeland gibt es eigentlich mehrere Labels, die tonangebend sind, doch in England ist Burberry ganz klar die Brand, zu der jeder andere britische Modeschöpfer aufschaut. 17 Jahre lang leitete Christopher Bailey die Kreativ-Abteilung und für die letzten zwei Jahre saß er sogar auf dem CEO-Posten des Modehauses. Umso überraschender, als vor einigen Monaten sein Weggang verkündet wurde.

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Bailey arbeitete zuvor für Donna Karan, Tom Ford und Gucci. 2001 dann der Wechsel zu Burberry – er schaffte es innerhalb weniger Jahre das leicht verstaubte Traditionshaus, das vor allem für seine Trenchcoats bekannt war, in ein absolutes Must-have-Label zu verwandeln. Besonders innerhalb der letzten beiden Jahre änderte Bailey seine Handschrift komplett und gab der Marke ein neues Gesicht.

Bailey ist innovativ und zukunftsorientiert. Er war einer der Ersten, der Mode der breiten Masse zugänglich machen wollte und seine Shows via Livestream übertragen ließ. Auch ist er großer Fan der See-now-buy-now-Idee und setzte diese selbst bei einem traditionellen Haus wie Burberry durch. Im Februar  2017 hat er seine letzte Kollektion in Zusammenarbeit mit dem Luxuslabel gezeigt, was nun passiert, bleibt weiterhin offen. 

 

Kim Jones

Allein durch die Aussage, dass er schon die schlimmsten und besten Jobs der Welt ausprobiert hat, katapultierte sich Designer Kim Jones in unser Herz. Er arbeitete sogar einmal als Tellerwäscher, nur um sich Jordans kaufen zu können. Das zeigt wahre Leidenschaft für Mode. Restlos überzeugte er dann die Modewelt 2017 mit der Louis Vuitton x SUPREME Kooperation. Als Creative Director bei Louis Vuitton Men war er für die Umsetzung und das Design der speziellen Linie zuständig.

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Seine Karriere startete Kim Jones mit dem eigenen Label. Es zeichnete sich durch typische Streetstyle-Elemente und hochwertige Materialien aus – eine Kombi, die damals nicht der Norm entsprach. Seit kurzem ist bekannt, dass der Designer Louis Vuitton verlässt. Seitdem wird er als einer der Favoriten für die Burberry-Nachfolge gehandelt. Kim Jones könnte sich allerdings auch eine Wiederauflage seines eigenen Labels vorstellen. Es bleibt spannend.

Phoebe Philo

Die britische Designerin macht vor, wonach Millionen von Frauen streben: Sie ist in ihrem Job erfolgreich, ohne dabei die Familie und die Erziehung ihrer Kinder zu kurz kommen zu lassen. Sie steht für die moderne Businessfrau und reflektiert das auch in der Mode. Phoebe Philo ist für den luxuriösen Minimalismus und diverse It-Bags bekannt.

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Ihre Karriere begann, nach einem abgeschlossenen Studium am Central Saint Martin’s, als Assistentin von Stella McCartney bei Chloé. Wenig später wurde sie selbst Chefdesignerin des französischen Labels und nach einer dreijährigen Babypause von Céline abgeworben. Die Modedesignerin setzte nicht nur mit den Taschen "Trapez" und "Trio" bei Céline ein Statement, sondern war auch eine der ersten, die flache Schuhe fashionable machte.

Auch sie selbst trägt am liebsten weiße, schlichte Stan Smiths von Adidas! Aktuell hört Philo bei Céline auf. Was als nächstes ansteht, ist noch nicht öffentlich, doch auch sie würde sich für eine Nachfolge von Christopher Bailey bei Burberry eignen.

Hedi Slimane

Aus aktuellem Anlass ist der Designer, um den es die letzten zwei Jahre relativ ruhig war, wieder auf Platz 1 der Fashion-News gerutscht. Wie im Januar 2018 bekannt wurde, wird er die Nachfolge von Pheobe Philo bei Céline antreten und wir können jetzt schon seine erste Kollektion kaum abwarten. Schließlich war sein schmales Hosen-Design damals der angebliche Auslöser, warum Karl Lagerfeld 40 Kilo abgenommen hat. Der Modezar persönlich wollte in diese Hosen passen, die die Männer-Silhouette langfristig veränderten. 

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Stationen in seinem Leben waren unter anderem Positionen bei Saint Laurent und Dior. Slimane ist bekannt dafür, keine Models aus Agenturen über den Laufsteg laufen zu lassen, sondern sucht sich seine Modelle auf der Straße, die seine Mode perfekt ergänzen. Außerdem liebt er die Fotografie und kuratierte schon mehrere Ausstellungen. Eine eigene Linie lehnte der Designer mehrmals ab, da er seinen Namen nicht verkaufen und seine kreative Freiheit nicht verlieren will.

Alessandro Michele

Wenn man die Designer der Stunde nennt, dann darf einer ganz bestimmt nicht fehlen: Der Gucci-Chefdesigner Michele hat fertiggebracht, was kaum einer aus der Branche für möglich gehalten hat. Quasi im Alleingang hat er Gucci zum absoluten Trendsetter-Label der Luxuswelt gemacht. Dabei agierte er bereits seit 12 Jahren im Hintergrund des Labels. Seine Aufgaben reichten von Porzellan- bis hin zu Leder- und Accessoire-Design. 

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In Interviews wirkt der Designer verträumt, spirituell und manchmal auch etwas entrückt – doch genau das ist sein Erfolgsrezept. „Mich faszinieren alle Formen des Wahnsinns“, sagt er einmal selbst über sich und so sehen seine Entwürfe auch aus. Sie sind ein wilder Mix aus Farben, Epochen, Materialien und Stilrichtungen. Diese unkonventionelle Art sowie die Liebe und die Leidenschaft, die er in seine Kollektionen steckt, ist genau das was der berechnenden Modewelt gefehlt hat.

Lucie und Luke Meier

Das Designer-Duo hat es faustdick hinter den Ohren. Zusammen sollen sie das Modelabel Jil Sander wieder auf Kurs bringen und was wir bisher gesehen haben, gefällt uns sehr gut. Die Designer ergänzen sich nicht nur beruflich, sondern sind auch privat ein Paar.

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Lucie Meier ist in der Schweiz geboren und hat deutsche und österreichische Wurzeln. Zuvor hat sie im Hintergrund der Labels Louis Vuitton, Dior und Balenciaga gearbeitet, kommt also aus dem High-Fashion & Haute Couture Bereich.

Luke Meier studierte anfangs Finance und Business, bevor er durch einen glücklichen Zufall für insgesamt acht Jahre das Design der Erfolgsmarke Supreme übernahm. Wir sind sehr gespannt was für Kreationen dieses Duo noch so herausbringen wird und erwarten nur das Beste, denn die Fusion von Luxus und Streetwear ist gerade gefragter denn je.

Raf Simons

Der Designer ist aktuell als Chefdesigner für Calvin Klein tätig und ist ganz ohne Mode-Ausbildung in den Beruf gerutscht. Der junge Raf Simons schloss sein Studium in Industriedesign ab und fühlte sich schon währenddessen zur Mode hingezogen. Auf Anraten der damaligen Leiterin des Modeinstitut Antwerpen, entwarf er eine Herrenkollektion und brachte sich alle wichtigen Dinge selbst bei. Die Kollektion wurde ein Erfolg und 1995 auf der Mailänder Modewoche gezeigt.

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Außerdem reihen sich weitere große Namen wie Dior und Jil Sander in seinen Lebenslauf ein. Raf Simons ist für seine schmale, lineare Silhouette bekannt, sodass auch Frauen seine Herrenkollektionen lieben und tragen wollen. Seine wohl bekannteste Kooperation ist die mit der Sneaker-Brand Adidas. Das Modell Stan Smith bekam einen personalisierten Schriftzug des Designers. Eine Eigenschaft, die kein anderer Modedesigner von seinem Kaliber besitzt, ist, sich nichts vom immer schneller werdenden Modezyklus diktieren zu lassen. Wenn sich dieser überschlägt, dann legt Raf Simons eine Pause ein, womit er sich und seine Marke in regelmäßigen Abständen noch begehrenswerter macht.

 

 

Karl Lagerfeld

Auch wenn mittlerweile jeder seinen Namen kennt, darf Karl alias der Mode-Papst nicht in einer Top-Ten Liste fehlen. Kein Text der Welt könnte einer Persönlichkeit, wie es Karl Lagerfeld ist, gerecht werden. Man kann den Modedesigner in keine Normen pressen, obwohl er selbst über sich aussagt, normal zu sein, zumindest seine Version von normal. Der gebürtige Deutsche ist bereits über 80 und lebt fast genauso lange in Paris. Er hat aktuell leitende Positionen bei Chanel, Fendi und seinem eigenen Label Karl Lagerfeld inne. Im Jahr entwirft er damit über 20 Kollektionen, die ausnahmslos gefeiert werden. 

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Außerdem gilt er als Entdecker von Claudia Schiffer, seine Zitate sind nahezu legendär und über die Modebranche hinaus bekannt. Kein Wunder, denn auch seine Interessen sind breiter gefächert als man denkt. Er besitzt heute zum Beispiel mehrere Buchläden und liebt allgemein alles was mit Papier zu tun. Beim Entwerfen seiner Kollektionen zeichnet er zum Beispiel nur die Entwürfe, schneidert sie aber nicht selbst.

Die wichtigste Rolle in seinem Leben spielt seine Katze namens Choupette, die gleichzeitig auch als Inspiration vieler seiner Kollektionen gilt. Karl Lagerfeld ist ein Unikum, wie es nur in der Modebranche existieren kann. Wir lieben ihn!