Pflege-Tipps

So bleibt Ihr Anzug garantiert wie neu

Sie haben sich einen brandneuen Anzug zugelegt? Dann sollten Sie Ihr gutes Stück auch besonders sorgsam behandeln. Denn egal aus welchem Material Ihr Suit besteht, mit der falschen Anzug-Pflege verliert er ganz schnell an Farbe und Form. Damit das erst gar nicht passiert, verraten wir Ihnen hilfreiche Tipps zur Pflege Ihres Anzuges.

Die Anzug-Pflege beginnt beim Tragen

Schon während Sie Ihren Anzug anhaben, können Sie einiges tun, damit sich der feine Zwirn lange hält. Knöpfen Sie Ihr Sakko beim Hinsetzten auf und ziehen Sie die Hosenbeine ein bisschen hoch. So vermeiden Sie Druck auf den Nähten und verhindern, dass Ihre Knie unschöne Beulen in Ihre Hose formen. Das gleiche Prinzip gilt auch für Ihre Hosentaschen und die Sakkoinnentaschen: Ein zu schwerer Schlüsselbund oder zu viel Kleingeld kann den Anzugstoff ausleiern. 

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Unser Tipp: Für eine formstabile Silhouette, benutzen Sie die Außentaschen des Sakkos am besten gar nicht und lassen Sie sie zugenäht. Übrigens sollten Sie den gleichen Anzug nicht mehrere Tage hintereinander tragen, sondern mit anderen Modellen abwechseln. So haben die strapazierten Fasern Zeit sich an der Luft zu regenerieren.

Die Reinigung - selbst in die Maschine stecken oder reinigen lassen?

Weder noch! Grundsätzlich gilt: Ein hochwertiger Anzug sollte maximal einmal im Jahr chemisch gereinigt werden, damit die Fasern nicht beschädigt werden und das schicke Teil nicht aus der Form gerät.

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Besser ist es, wenn Sie ihren Anzug nach jedem Tragen händisch wieder auf Vordermann bringen. Das heißt, kontrollieren Sie den Anzug abends erst einmal auf Flecken und Staub. Grober Schmutz lässt sich super mit einer Kleiderbürste abreiben. Benutzen Sie Fussel- oder Kleberollen nur in Maßen, da der Klebstoff die sensiblen Fasern verkleben kann. Kleinere Flecken können Sie mit einem feuchten Tuch bearbeiten. Für hartnäckige Flecken, wie Tomatensoßen-Kleckser oder Kaffee-Spritzer, bleibt nur noch der Weg zur Reinigung ihres Vertrauens.

Unser Tipp: Lassen Sie aber immer Hose und Sakko zusammen reinigen, so vermeiden Sie, dass eines der Teile farblich blasser wird als das andere.

Bügeln - So bleibt Ihr Anzug in Form

Steamen:
Solange Ihr Anzug nicht so faltig aussieht wie Mick Jaggers Gesicht, ist bügeln nicht wirklich notwendig. Viel besser ist es den feinen Zwirn zu steamen, also mit Dampf wieder in die Ursprungsform zu bringen.

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Wer keinen professionellen Steamer zur Hand hat, kann auch die pragmatische Variante wählen: Nach dem heißen Duschen den Anzug bei geschlossenen Türen und Fenster im Bad aufhängen. Die feuchte heiße Luft glättet die geknickten Fasern und bringt sie wieder in die anfängliche Form.

Bügeln:
Wenn Ihr gutes Stück mit wirklich tiefen Knicks und Falten übersäht ist, zum Beispiel nach einem Transport im Koffer, muss doch das Bügeleisen ran.

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Hier ist wichtig, dass Sie genau auf die Anweisung im Pflegeetikett achten. Vorsicht: das Futter des Sakkos hat meist eine andere Hitzeverträglichkeit als der Oberstoff, im Zweifel immer der geringeren Temperatur-Anforderung anpassen.


Hose

Als Erstes dämpfen Sie die Hose einmal komplett ab. Ziehen Sie dann den Hosenbund über das Bügelbrett und beginnen Sie den oberen Bereich am Bund entlang Stück für Stück zu bügeln. Anschließend die Hosenbeine in den Bügelfalten auf das Brett legen, sodass die Nähte und Falten präzise aufeinander liegen. Jetzt vorsichtig mit viel Dampf die Kanten und Hosenbeine nach oben hin bügeln.

Jackett

Grundsätzlich gilt, wer keine Teflonsohle für das Bügeleisen hat, sollte ein Jackett hauptsächlich von der linken Seite und nur leicht von der Außenseite bügeln. Wenn Sie einen speziellen Bügeleisenaufsatz haben, dämpfen Sie das Sakko zunächst einmal komplett ab. Beginnen Sie dann mit dem Kragen und arbeiten Sie sich über die Knopf- und Knopflochleisten und die Vorderteile bis hin zum Rückteil vor. Als letztes kommen die Ärmel dran. Ziehen Sie einen Ärmel auf das Ärmelbrett und bügeln Sie ihn von oben nach unten hin. Die Ärmeleinsatznaht und die Schulternaht lassen sich gut auf dem runden Ende des Ärmelbretts bügeln. Unser Tipp: Um auch ohne Teflonsohle ungewollte Glanzstellen bei dunklen Stoffen zu vermeiden, legen Sie beim Bügeln ein leicht feuchtes Tuch zwischen Sakko und Bügeleisen.

Anzüge richtig lagern

Hängen Sie Ihren Anzug nach dem Steamen oder Bügeln auf Holzkleiderbügel in den Schrank. Lassen Sie zur übrigen Kleidung etwas Abstand. Das Sakko braucht einen Bügel mit verbreiterten Enden, die Hose einen extra Hosenbügel über den Sie sie, in der Bügelfalte gefaltet, hängen. Auf Reisen transportieren Sie Ihren Suit am besten in einem Kleidersack. Wenn Sie all diese Tipps beachten, wird die Anzug-Pflege zum Kinderspiel.

Jetzt wissen Sie wie Sie einen Anzug richtig pflegen, fehlt nur nach das passende Modell für Ihre Figur.