Baumwolle, Leinen oder Seide

Dirndlstoffe: darum ist die Wahl des Dirndlmaterials so wichtig

Dirndlstoff ist nicht gleich Dirndlstoff - die Qualität und Verarbeitung des Stoffes macht viel aus. Warum Sie ein Seidendirndl nicht in einem großen Bierzelt tragen sollten, erklären wir Ihnen hier.

Das heute so besondere Dirndl hat einen überraschend schlichten Ursprung: Ganz zu Beginn - lange vor seinem modischen Siegeszug - war das Kleid ein einfaches Dienstbotengewand. Es hob sich deutlich von den üppig verzierten Kleidern der reichen Damen der Bevölkerung ab.

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Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte die Oberschicht das Dirndl für sich, als praktisches Sommerkleid für die Wochen auf dem Land. Während des zweiten Weltkrieges wurde das traditionelle Dirndl neu interpretiert: Die Ärmel wurden kürzer, die Dirndlblusen tiefer und die Taillen enger. Noch heute haben viele Dirndl diesen Look. Waren die Dirndlstoffe früher aus einfachen Materialien wie Baumwolle oder Leinen, geht der Trend heute eindeutig zu extravaganteren Stoffen. Wir verraten Ihnen, worauf es beim Dirndlstoff ankommt.

Dirndl aus Baumwolle

Wo auf den Bierbänken und -tischen getanzt wird, fliegt auch schnell mal eine Maß um und der Gerstensaft landet auf dem Dirndl. Gut, wer dann das Baumwolldirndl – aus diesem Grunde auch Waschdirndl genannt – bequem in die Waschmaschine stecken kann.

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Ein neuer Trend ist es, Baumwolldirndl mit Taftschürzen zu kombinieren. So hat man ein pflegeleichtes Dirndl, das trotzdem edel aussieht. Eine Schürze lässt sich wesentlich leichter reinigen als ein Dirndl.

Dirndl aus Leinen

Leinen gilt als beliebter Trachtenstoff, da er einerseits robust ist und andererseits durch seine kühlende Eigenschaft für ein angenehmes Hautklima sorgt. Dies kann besonders beim Feiern in einem heißen Bierzelt ein wahrer Segen sein. Durch seine grobkörnige Optik wird Leinenstoff gerne für Dirndl im Landhausstil eingesetzt.

Dirndl aus Seide

Waren die Dirndl früher aus einfachen Stoffen wie Baumwolle oder Leinen, geht der Trend heute eindeutig zu extravaganteren Stoffen. Einige Dirndl sind mittlerweile aus reiner Seide, Brokat oder Taft und dementsprechend teuer. Den Dirndlstoff sollte man dem Anlass entsprechend aussuchen: Für einen entspannten Besuch im Käferzelt, wo die Münchner High Society gerne verkehrt, gehört ein Seidendirndl schon fast zum Dresscode. Wer sich aber gerne „unters Volk mischt“ und in den übrigen Bierzelten zünftig feiern will, tut sich mit einem so empfindlichen Dirndlstoff keinen Gefallen.

Dirndl aus Spitze

Spitze ist der neueste Trend unter den Trachtenstoffen. Ein Dirndl aus hochwertiger Spitze eignet sich vor allem für besondere Anlässe, wie zum Beispiel eine Einladung zu einer bayerischen Hochzeit oder ein Wiesnbesuch im exklusiven Käferzelt. Sehr gerne werden aber auch nur Schürzen oder Blusen aus Spitze zu einem Seiden- oder Baumwolldirndl getragen.

Haben Sie Ihr Dirndl-Modell schon gefunden ? Hier gibt es die passenden Dirndl-Blusen.

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