Birkenstock: Haben Sie schon den hippen Öko-Look?

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(Bild: ©Birkenstock)

"Es gibt kein besseres Marketing als ein Produkt, das kann, was es soll.", so der Geschäftsführer Oliver Reichert über das nicht vorhandene Marketingkonzept der „Gesundheitslatsche“. Birkenstock blickt auf eine 240 Jahre alte Tradition zurück. Erfahrung, die sich bezahlt macht.

Drei Dinge, die Sie über Birkenstock garantiert nicht wussten

  • Stardesigner Marc Jacobs klopfte an bei Birkenstocks und schlug eine Kooperation vor, doch der Amerikaner bekam eine Absage


  • Das Label will in Zukunft nicht nur Schuhe, sondern auch Möbel und Matratzen produzieren


  • Besonders beliebt ist der Korkschuh bei Mienenarbeitern der Mongolei – der Ausgleich zum schweren Stahlschuh ist eine Wohltat für die Füße

Warum es lohnt sich Birkenstocks zuzulegen

  • Die Materialien sind Natur pur! Die Produktion der Schuhe erfolgt zu 100 % in Deutschland – deutsches Qualitätsdesign also


  • Das Fußbett ist nicht nur extraleicht und flexibel, sondern zusätzlich wärme- und kälteisolierend sowie feuchtigkeitsabsorbierend


  • Birkenstock gibt es in normaler und schmaler Ausführung zu kaufen – für jeden Fuß die richtige Größe

Verrückt nach der blauen Sohle

1896 beginnt der Schuhmacher Konrad Birkenstock mit der Herstellung einer flexiblen Einlagesohle. Was daran neu war? Alles – bis dato gab es keine Schuhe, die sich an den Fuß anpassten, sondern einfach unförmiges Schuhwerk. So boomte nach dem ersten Weltkrieg das Geschäft so richtig. Durch die blauen Fußbetten wurde das Körpergewicht gleichmäßig verteilt. Kriegsverletzte konnten so schneller wieder aufstehen und laufen. 1925 ging die blaue Sohle dann in die industrielle Produktion.

Nice to know:

Gerade arbeitet die Marke an einer neuen Innovation. Birkenstock versucht sich an einem Modell aus umweltfreundlichem EVA-Kunststoff. Der Vorteil: leicht, günstig und damit auch perfekt für den Absatz in Entwicklungsländern.

Authentizität. Das Geheimnis des Erfolgs

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Das Modell "Madrid" gehört nach wie vor zu den beliebtesten Birkenstocks

Der Birkenstock besteht seit Gründung der Schuhfabrik aus natürlich gewonnenen Materialien. Er wird aus leichtem Naturkork, feinsten Jutegarnen und hochwertigem Naturlatex gearbeitet. Das Unternehmen produziert alles selbst und ist bis auf Lieferanten von keinen Subunternehmern abhängig. Dies soll sich in naher Zukunft ändern: Auf der Wunschliste stehen eigene Korkplantagen, eine Gerberei in Italien und eine Latexfarm.

Von Arizona zu den Pyramiden von Gizeh

Mittlerweile verfügt Birkenstock heute über eine riesige Produktauswahl. Doch Kultstatus hatten die Modelle Arizona und Florida bereits in den 80ern und schafften es vom Hausschuh zum Streetstyle-Klassiker. Fashion-Item Nummer Eins ist das Modell Gizeh: Den Zehentrenner gibt es in unendlich vielen Farben und Oberflächen-Strukturen.

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Birkenstock all-time-classics: von links nach rechts die Modelle Arizona, Madrid, Florida und Gizeh

Nice to know

Der Japaner Yohji Yamamoto hatte Glück und bekam eine Zusage vom deutschen Familienunternehmen. Er designte Birkenstocks mit schwarzer Sohle und weißem Steg. Unter dem Namen 55DSL läuft zudem eine Kooperation mit Diesel.

Birkenstock goes fashion

Startschuss für den Hype um die orthopädischen Schuhe gab Phoebe Philo, Chefdesignerin bei Céline, als sie 2013 Models mit flachen Sandalen, die stark an die des deutschen Traditionshauses erinnerten, auf den Laufsteg schickte. Plötzlich waren die Schuhe überall: An den Füßen von Hollywood Diven, von Chefredakteurinnen angesehener Hochglanzmagazine, von hippen Hipstern und selbstverständlich immer noch an denen von Öko-Tanten. Ein Schuh für alle eben.